Sophisticate — Wechselgläser-Brille mit Magnetmechanismus

Branche: Eyewear / Consumer Product | Leistung: CAD, Mechanismus-Entwicklung, Prototypen, Produktionsvorbereitung | Status: Produktionssample — Markteinführung in Vorbereitung

Herausforderung

Sophisticate ist ein Schweizer Eyewear-Startup mit einer einfachen, überzeugenden These: Wer heute eine Sonnenbrille, eine Arbeitsbrille und Korrekturgläser braucht, trägt drei verschiedene Gestelle. Das ist unnötig. Ein Frame, beliebig viele Wechselgläser — Sonnenbrille für den Strand, Blaulichtfilter für den Büroalltag, Korrekturgläser für die Arbeit, korrigierte Sonnengläser für den Sport. Wechsel in Sekunden.

Die zwei Founder kamen zu Printorix mit einer klaren Vision — und ohne CAD-File, ohne bestehendes Produkt, ohne Mechanismus. Die zentrale technische Herausforderung: Ein Wechselsystem entwickeln das stark genug hält für Alltagsbewegung und Sport, gleichzeitig leicht genug ist für den reibungslosen Wechsel — und das reproduzierbar über jede Glasvariante hinweg, inklusive optischer Korrekturgläser, die von einem Optiker bearbeitet werden müssen.

Lösung

Printorix übernahm die vollständige technische Entwicklung — von der ersten Skizze bis zum produktionsreifen Mechanismus. Das Ergebnis ist ein Wechselsystem mit:

  • Drei präzise positionierten Magneten im Wechselrahmen, die die Gläser spielfrei und reproduzierbar im Hauptgestell halten

  • Millimetergenau optimierter Magnetposition, damit Haltekraft und Wechselkomfort im Balance sind

  • Vereinheitlichtem Einrastgefühl über alle Glasvarianten — Sonnen-, Blaulicht- und Korrekturgläser fühlen sich identisch an

  • Optiker-kompatibler Rahmengeometrie mit definierten Toleranzen für die Nachbearbeitung von Korrekturgläsern ohne Spezialwerkzeug

  • Drei iterativen Prototypenversionen, jede mit klarem Testprogramm und messbarer Verbesserung gegenüber der Vorgängerversion

Entwicklungsprozess

Phase 1 — Konzept & erster Prototyp Anforderungsanalyse gemeinsam mit den Foundern, Konzeption des Drei-Magnet-Systems, erste CAD-Konstruktion, Auswahl von Magnetstärke und -grösse, Druck und Handtest des ersten Prototypen. Fazit: Grundprinzip funktioniert, Toleranzen zu grob.

Phase 2 — Toleranzoptimierung & Optiker-Integration Systematische Iteration der Magnetposition auf Zehntelmillimeter, Toleranztests für alle geplanten Glasvarianten, enger Austausch mit einem Optiker für die Korrekturglas-Schnittstelle. Frage: Welche Rahmengeometrie ermöglicht Nachschleifen ohne Mechanismus-Einfluss? Ergebnis: definierte Schnittstelle für Optiker-Bearbeitung.

Phase 3 — Finalisierung & Produktionsvorbereitung Finaler Prototyp mit vollständig optimiertem Mechanismus, spielfreies Einrasten über alle Glasvarianten validiert, Einrastgefühl vereinheitlicht, Dokumentation für Produktionsübergabe erstellt. Übergabe an chinesischen Produktionspartner.

5 Monate nach erstem Prototyp Erste Produktionssamples aus China eingetroffen: nahezu marktreif beim ersten Versuch. Aktuell in Abschlussarbeiten für Markteinführung — Korrekturglas-Integration mit Optikern sowie Gründungs- und Funding-Prozess laufen parallel.

Ergebnis

— Funktionsfähiger Magnetmechanismus in 40 Tagen entwickelt und validiert
— Spielfreies Einrasten reproduzierbar über alle Glasvarianten
— Einrastgefühl über Sonnen-, Blaulicht- und Korrekturgläser vereinheitlicht
— Optiker-kompatible Rahmengeometrie für Korrekturglas-Bearbeitung definiert
— Produktionssamples aus China nach 5 Monaten: nahezu marktreif beim ersten Versuch
— Markteinführung in Vorbereitung — technische Basis steht

Technisches Detail

Der Magnetmechanismus klingt konzeptionell einfach — drei Magnete halten die Gläser im Rahmen. Die technische Herausforderung liegt in der Nichtlinearität der Magnetkraft: kleine Positionsverschiebungen verändern die Haltekraft überproportional. Printorix hat die optimale Position durch systematische Iteration auf Zehntelmillimeter gefunden — den Punkt wo die Gläser bei Alltagsbewegung nicht verrutschen, der Wechsel aber keine messbare Kraft erfordert. Dieses Gleichgewicht musste zusätzlich über alle Glasvarianten hinweg identisch sein, da jede Variante leicht unterschiedliche Gewichte und Geometrien hat.

Fazit

Sophisticate hat heute einen Mechanismus der funktioniert, Produktionssamples die nahezu marktreif sind — und eine technische Basis die die Markteinführung erst möglich macht. Printorix war von Tag eins dabei: nicht als Druckdienstleister, sondern als technischer Entwicklungspartner der die Idee in ein reproduzierbares, produktionsreifes System übersetzt hat. Von der ersten Skizze bis zur Übergabe an die Produktion — in unter einem Jahr.

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